Meldung vom 05.11.2018

Weltraum-Konferenz EUSPACE FOR BUSINESS in Graz gestartet

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(v.l.n.r.) Stéphane Israël, CEO von Arianespace, Bundesminister Norbert Hofer (BMVIT), Elżbieta Bieńkowska, EU-Kommissarin für den Binnenmarkt, Industrie, Unternehmertum und KMUs und Pedro Duque, Wissenschafts- und Innovationsminister von Spanien.

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Graz, 6. November 2018 – Diese wichtige Veranstaltung, die von der Europäischen Kommission unter der Schirmherrschaft der österreichischen Präsidentschaft des Rates der Europäischen Union organisiert wurde, versammelte hochrangige Redner, um die EU-Raumfahrtpolitik und die Entwicklung der Weltraumwirtschaft zu diskutieren:

Mehr als 250 hochkarätige Regierungs- und Kommissionsmitglieder, aber auch Vertreter zahlreicher Raumfahrtbehörden und -unternehmen aus ganz Europa waren der Einladung gefolgt, darunter Bundesminister Norbert Hofer (BMVIT) als Mitglied des österreichischen EU-Ratsvorsitzes und Spaniens Wissenschafts- und Innovationsminister Pedro Duque, der als Astronaut bereits an Bord des Space Shuttles und der Raumstation ISS war und dem Rat der europäischen Weltraumorganisation ESA auf Minister-Ebene vorsitzt. 
Auf Seite der EU-Kommission nahmen Elżbieta Bieńkowska, EU-Kommissarin für den Binnenmarkt, Industrie, Unternehmertum und KMUs, Pierre Delsaux, stellvertretender Generaldirektor, GD GROW, Philippe Brunet, Direktor für Raumfahrtpolitik, Copernicus und Verteidigung, GD GROW und Matthias Petschke, Direktor der EU-Satellitennavigationsprogramme, GD GROW, an der Konferenz teil. 
Die europäischen Raumfahrtagenturen waren vertreten durch Jan Wörner, Generaldirektor der europäischen Weltraumorganisation ESA, Pascale Ehrenfreund, Vorstandsvorsitzender des DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt), Roberto Battiston, Präsident der italienischen Weltraumbehörde, Marc Serres, Direktor für Raumfahrtangelegenheiten des Wirtschaftsministeriums Luxemburg und Carlo Des Dorides, Geschäftsführer der European GNSS Agency (GSA). 
Mit Simonetta Di Pippo, Direktorin des UN-Büros für Weltraumangelegenheiten und Stéphane Israël, CEO von Arianespace nahmen auch hochrangige Vertreter der Vereinten Nationen und der Weltraumindustrie an der Veranstaltung teil.
 
Der Schwerpunkt der Veranstaltung lag auf den Herausforderungen für Europa im Zusammenhang mit der jüngsten Entwicklung der Weltraumwirtschaft. In den Vorträgen und Expertenbeiträgen widmete man sich den Folgen, die sich auf politischer Ebene aus unserer zunehmenden Abhängigkeit von der Weltrauminfrastruktur für das Wohlergehen der europäischen Bürger und für die wirtschaftliche Sicherheit unseres Kontinents ergeben.
 
Eine Premiere für das Publikum war die außerordentliche Teilnahme von Kevin O'Connell vom US-Handelsministerium. Dies war der erste Auftritt von Herrn O'Connell in Europa, seit er zum Direktor des Office of Space Commerce bestellt wurde, das für die Leitung der US-Initiative für Raumfahrtmanagement zuständig ist.
 
Die Pläne der Europäischen Union für die Raumfahrt
„Die Raumfahrt ist ein Exzellenzbereich Europas“, rief Österreichs Infrastrukturminister Norbert Hofer in seiner Eröffnungsrede in Erinnerung, „und ist das Ergebnis beständiger und langfristiger Investitionen der EU-Mitgliedsstaaten.“ Dies habe zum Aufbau einer effizienten und wettbewerbsfähigen Raumfahrtindustrie geführt, die sich auf den offenen globalen Handelsmärkten hervorragend positionieren konnte. Dieses erfolgreiche Ergebnis müsse weiter verbessert und ausgebaut werden, um dem derzeit verschärften Wettbewerb internationaler kommerzieller Raumfahrtunternehmen adäquat begegnen zu können.
 
„Die Stärkung der europäischen Ambitionen im Weltraum ist das oberste Ziel dieser Konferenz“, erklärte Minister Hofer. Grundlage für eine erfolgreiche Zukunft des Sektors sei eine gemeinsame Vision und die Koordination zwischen den verschiedenen europäischen Interessensgruppen wie der Europäischen Kommission, den Mitgliedstaaten, der ESA und der Industrie.
 
New Space: Konkrete Erfolge
Die sogenannten New Space-Initiativen haben innovative Ansätze für die Entwicklung und Finanzierung von Raumfahrtprojekten hervorgebracht. Viele europäische Start-ups und traditionelle Akteure stellen sich - unterstützt von Finanzinstitutionen - dieser Herausforderung.
„Es ist von entscheidender Bedeutung, dass wir das Unternehmertum in der Weltraumindustrie fördern und auf diese Weise Raumfahrt-Start-ups unterstützen, die zur Schaffung von Arbeitsplätzen und zum Wachstum beitragen und die gesamte Marktstruktur erschüttern“, erklärte EU-Kommissarin Elżbieta Bieńkowska.
 
Förderung der Geschäftsentwicklung im globalen Kontext
Stabile öffentliche Märkte sind ein wesentlicher Faktor, damit die Branche im globalen Wettbewerb stärker werden kann. Die deutliche Erhöhung des gesamten EU-Raumfahrtbudgets, wie sie derzeit von der Europäischen Kommission vorgeschlagen wird, und die Einrichtung eines EU-Verteidigungsfonds zur Unterstützung von Forschungs- und Technologieaktivitäten sind konkrete und positive Entwicklungen, die zu diesen Bemühungen beitragen. „Die europäische Raumfahrtindustrie braucht langfristige Stabilität und Vorhersagbarkeit der öffentlichen Weltraumhaushalte. Der mehrjährige Finanzrahmen der EU und die langfristigen Pläne der ESA werden dies ermöglichen“, erklärte Minister Hofer in seiner Rede.
 
Die europäischen Regierungen, sowie nationale und regionale Behörden und Raumfahrtagenturen haben zahlreiche Initiativen ergriffen, um ein angemessenes Ökosystem für innovative Raumfahrtunternehmen zu schaffen – insbesondere durch die Einrichtung von Gründerzentren, von speziellen programmatischen Rahmenbedingungen oder die Einrichtung von speziellen Fonds mit Unterstützung der nationalen Agenturen. „Ein unternehmens- und innovationsfreundliches Ökosystem wird auf europäischer, regionaler und nationaler Ebene durch die Einrichtung von Weltraumzentren unterstützt, die den Weltraum, den digitalen und den Nutzersektor zusammenführen und so den Weltraum in die gesamte europäische Wirtschaft integrieren", erklärte Pierre Delsaux, stellvertretender Generaldirektor für Binnenmarkt, Industrie, Unternehmertum und KMU der Europäischen Kommission.
 
Anreize für Investitionen in die Raumfahrt
Auf ihrer Seite beteiligen sich europäische Finanzinstitute wie die Europäische Investitionsbank oder der Europäische Investitionsfonds – die ebenfalls an der Konferenz teilgenommen haben – zunehmend an der Finanzierung von Weltraumprojekten. Dies sieht eine zusätzliche Hebelwirkung vor, um die Kreativität europäischer Unternehmer freizusetzen.
„Wir wollen einen wettbewerbsfähigen und innovativen europäischen Raumfahrtsektor mit einem neuen Weltraumkonzept für Europa fördern. Die öffentliche Finanzierung wird weiterhin im Mittelpunkt stehen, aber wir müssen eine stärkere Beteiligung und Risikoteilung des Privatsektors unterstützen“, fügte der stellvertretende Generaldirektor Pierre Delsaux hinzu.
 
Wirtschaftliche Sicherheit
Unsere zunehmende Abhängigkeit von Weltrauminfrastrukturen wie Galileo und Copernicus zum Wohle der europäischen Bürger vor dem Hintergrund eines zunehmend umkämpften und überlasteten Weltraums wirft eine Reihe neuer Fragen hinsichtlich der wirtschaftlichen Sicherheit Europas auf.
„Angesichts der weiteren, umfassenden Nutzung des Weltraums, der Megakonstellationen und der zunehmenden Rolle privater Akteure ist es unerlässlich, dass sich alle globalen Akteure an der Entwicklung eines Regelwerks für die Steuerung des Weltraumverkehrs beteiligen“, betonte EU-Kommissarin Bieńkowska.
 
Photocredit: 
Pressefotos: © Tim Ertl
Honorarfrei bei Namensnennung.
 
 
 
Rückfragehinweis:
Johannes Kuhn
alphaaffairs
Mobil: +43 664 84 15 432
 
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(v.l.n.r.) Stéphane Israël, CEO von Arianespace, Bundesminister Norbert Hofer (BMVIT), Elżbieta Bieńkowska, EU-Kommissarin für den Binnenmarkt, Industrie, Unternehmertum und KMUs und Pedro Duque, Wissenschafts- und Innovationsminister von Spanien.

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PA EUSpace for Business - Graz 5-6 November

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