Meldung vom 01.06.2017

Österreichs Milch: Vorreiter bei der Gentechnik-freien Produktion

Gentechnik-frei: starkes Qualitätsmerkmal für österreichische Produkte und wachsender Türöffner für den Export
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20 Jahre nach dem erfolgreichen Volksbegehren gegen den Einsatz der Gentechnik in Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion haben sich Lebensmittel ohne Gentechnik in Österreich weitgehend durchgesetzt: Das Anbauverbot  gentechnischer veränderter Sorten ist seit 2015 in der Verfassung verankert; bei der Produktion kontrolliert Gentechnik-freier Lebensmittel gilt Österreich seit vielen Jahren als Vorbild und Vorreiter in Europa – mit wachsenden Exportchancen, ganz speziell auch für die Milch-Branche. Der Milch-Branche kommt bei der konsequenten Umstellung der tierischen Produktion auf Gentechnik-freie Fütterung eine zentrale Bedeutung zu.

20 Jahre ohne Gentechnik in Österreich
Im August 1996 lief das erste Schiff mit gentechnisch veränderter Soja aus den USA den Hamburger Hafen an, um die neue US-Technologie auch in Europa zu verbreiten. Die noch sehr junge Disziplin der Gentechnik sollte damals – wenn es nach dem Willen der großen 
US-Unternehmen ging – rasch auch in Europa den Durchbruch erzielen. Aber, weit gefehlt: Im Großteil Europas überwog die Skepsis; speziell in Österreich formierte sich eine hartnäckige Ablehnung gegen den Einsatz der Gentechnik in Land- und Lebensmittelwirtschaft. Das Gentechnik-Volksbegehren mit 1,23 Mio. Stimmen gegen die Gentechnik setzte ein klares Zeichen. Die von einer Reihe von Pionierbetrieben und -organisationen (anfänglich: SPAR, Berglandmilch, Toni’s Freilandeier, Global 2000 und Bio Austria) gegründete ARGE Gentechnik-frei wurde zum Erfolgsmodell und mittlerweile Vorbild für ganz Europa.
 
Aktuell sind mehr als 3.300 österreichische Lebensmittel mit dem grünen Kontrollzeichen „Ohne Gentechnik hergestellt“ ausgelobt – Tendenz: stark wachsend. Bei Milch und Molkereiprodukten (seit Juni 2010), bei Frisch- bzw. Schaleneiern (seit Okt. 2010) sowie bei einem Großteil des Geflügelfleisches (Huhn, Pute; seit März 2012) ist Gentechnik-frei Branchen-Standard.
 
Das Zeichen genießt das hohe Vertrauen der Konsumenten: 74% der Konsumenten halten das Kontrollzeichen „Ohne Gentechnik hergestellt“ für glaubwürdig (Focus, Juni 2015); 81% der Konsumenten erachten Gentechnik-freie Produktion als sehr wichtig bzw. wichtig für ihre Kaufentscheidung (AMA 2016). Damit liegt das Zeichen „Ohne Gentechnik hergestellt“ in allen Parametern im absoluten Spitzenfeld österreichischer Güte- und Qualitätszeichen.
 
Führende Rolle der österreichischen Milchwirtschaft
Von allem Anfang an nahm die Milchwirtschaft eine treibende Rolle bei der Gentechnik-freien Produktion ein“, erinnert sich Florian Faber, Geschäftsführer der ARGE Gentechnik-frei. „Die Berglandmilch hat die ARGE Gentechnik-frei in ihrer Gründungsphase maßgeblich inhaltlich, bei der Erstellung der Richtlinien für Produktion und Kontrolle, aber auch finanziell gefördert. Die Tirolmilch war 2003 das erste große österreichische Unternehmen, das einen Teil ihrer Produktion auf Gentechnik-frei umstellte. Derartige Pionierbetriebe, die gegen zum Teil erheblichen Widerstand von Politik oder Eigentümern die Gentechnik-Freiheit als Qualitätsfaktor etablierten, waren in praktisch allen Branchen ein wesentlicher Erfolgsfaktor für den Erfolg der Gentechnik-freien Produktion“.
 
Mit ausschlaggebend für den massiven Schub bei der Umstellung der Milchwirtschaft auf Gentechnik-freie Produktion im Jahr 2005 war die EU-Verordnung (EG) 1829/2003 – die Kennzeichnungsverordnung für gentechnisch veränderte Lebensmittel. Die darin enthaltene signifikante Lücke – keine Kennzeichnungspflicht für tierische Produkte mit gentechnisch veränderten Futtermitteln – wurde in Österreich als Chance zur Positionierung gesehen: Bereits 2005 stellten zahlreiche große Molkereien (u.a. NÖM, Kärntnermilch, Obersteirische Molkerei, Gmundner Milch) auf Gentechnik-frei um. Im Juni 2010 war die österreichische Milchwirtschaft als erste europäische Branche komplett Gentechnik-frei
 
Gentechnik-freie Milch – was bedeutet das im Klartext?
Die Auslobung von Milch und Milchprodukten – sowie anderen Lebensmitteln – als „Ohne Gentechnik hergestellt“ ist in der „Richtlinie zur Definition der ‚Gentechnik-freien Produktion und deren Kennzeichnung“ im Österreichischen Lebensmittel-Codex sowie im „Leitfaden zur risikobasierten Kontrolle auf Gentechnikfreiheit“ des BMBWF geregelt. Jährliche Kontrollen durch unabhängige Kontrollstellen – analog der Bio-Kontrollen – sind Voraussetzung für die Zertifizierung und Zeichenvergabe. 
 
Im Vordergrund steht dabei die Fütterung: Gentechnik-freie Futtermittel sowie alle deren Zutaten (Rohwaren, Zutaten, Zusatzstoffe, Verarbeitungshilfsstoffe) dürfen keine GVO sein, nicht aus GVO bestehen und keine GVO enthalten.  
 
6. – 17. Juni: Gentechnik-freie Wochen in ganz Österreich
Vom 6. Juni – 17. Juni stehen im praktisch kompletten österreichischen Lebensmittelhandel Lebensmittel mit dem Qualitätszeichen „Ohne Gentechnik hergestellt“ im Vordergrund: Mit Hofer, Lidl, M-Preis, REWE (bei ADEG, Billa, Merkur und Penny) und SPAR (bei SPAR, EUROSPAR und INTERSPAR) beteiligen sich alle großen Player des Lebensmittelhandels an der von der ARGE Gentechnik-frei anlässlich des 20. Jahrestags ihrer Gründung organisierten Aktion – mit Verkostungen Gentechnik-freier Produkte, speziellen Produktangeboten, Gewinnspielen und selbstverständlich umfangreicher Konsumenteninformation über Produktionsform und Vorteile Gentechnik-freie Lebensmittel in Österreich. Ausführliche Information dazu: www.20JahreOhneGentechnik.at
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Kontakt

ARGE Gentechnik-frei
Florian Faber - Geschäftsführer
 
c/o Alpha Affairs Kommunikationsberatung GmbH
A-1060 Wien, Lehárgasse 7/1/7
 
Tel: 01-90440-603 bzw. 0664-3819502
f.faber@gentechnikfrei.at 

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